Michele Cesta        
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Michele Cesta hat, einem ausgeprägtem Formgefühl folgend und vertrauend, sich systematisch eine Basis für seine unverwechselbaren Arbeiten ge­schaffen. Die Gefässe zeichnen sich durch Straffheit der Form, Gespanntheit der Gefässwandungen, sowie durch ihre  Oberflächengestaltung aus. Seine ausschliesslich scheibengetöpferten Gefässe zeigen Perfektion, instinktives und gezügeltes Können und sind fantasievoll und streng zugleich.

Stereometrische Ordnung wird von organischer Lebendigkeit getragen. Die Aussen- und Innenform, die jede für sich ihre Qualität hat, verbindet sich zu einer sinnlich greifbaren Einheit.

Johannes Hannen

Keramiksammler

Freiburg im Breisgau, Februar 1997

 (Auszug aus dem Katalogtext der Ausstellung im Keramikmuseum Eckernförde, D,1997)

 

Erläuterungen zur Arbeit

Das Thema meiner Arbeit ist das  Gefäss.

Im wesentlichen ist es sowohl intellektuelle Auseinandersetzung wie auch spontanes Spiel  mit  den bei der Bildung eines Gefäss-Körpers materialbedingten, gegeneinander und zueinander wirkenden Kräfte: Tragen und Lasten, Volumenausdehnung, Volumeneinschnürung.

Die wechselseitigen Beziehungen eines Gefäss-Körpers und seines Um-Raumes, sowie die Verhältnisse Masse-Leere-Volumen, Fläche-Linie und Farbe-Form sind für mich wichtige Kriterien für die Gefässgestaltung.

Durch Oberflächengestaltungen, die nebst den visuellen Reizen auch ausgesprochen haptisch-taktile Qualitäten aufweisen, versuche ich das sinnliche Erlebnis der Arbeit mit dem Material Ton auch im gebrannten, gehärteten Zustand, sichtbar und nachvollziehbar  zu machen.

Das Gefäss interessiert mich dabei nicht nur als keramische, räumlich-plastische, sondern auch als metaphorische, symbolische und geistig-abstrakte,  seiner ursprünglichen Funktion enthobene, reine Form.

* 1955 in Calitri, Italien

Arbeitsgebiet
Gefässkeramik, Gebrauchskeramik

Werdegang
1974-75      Vorkurs Schule für Gestaltung Basel

1975-78      Porzellanmalerlehre in der Porzellanfabrik Langenthal AG

1978-80      Anstellung als Porzellanmaler in Porzellanfabrik Langenthal AG

1980-84      Keramikfachklasse an der Schule für Gestaltung, Bern

ab 1984      Eigenes Atelier in Langenthal, Teilnahme an nationale u. internationale Wettbewerbe u. Ausstellungen

ab 1995      Fachlehrer für Keramik an BFF Bern, Abteillung BSI (Teilpensum)

Gruppenausstellungen

1983            l «Jugend gestaltet», München (D)

1985            l ASK-Biennale, Lugano

1986            l «Salzbrand 86», Koblenz (D)

                     l Spiezer Keramik-Ausstellung

1987            l ASK-Biennale, Bern

1990            l «Vitrine 90», Kornhaus, Bern

                     l Biennale Internationale, Vallauris (F)

1991            l ASK-Biennale, Winterthur

                     l «Mouvements de terre», Galerie des Emibois, Les Emibois

1992            l «Werkschau des Keramikforums Bern», Laupen

                     l «Volker Ellwanger und Schüler», Muffendorfer Galerie, Bonn (D)

                     l «Objekt, Gefäss, Skulptur», 7 Schweizer Keramiker im Museum Hüfingen (D)

1993            l «Das Gedeck», Solothurn

                     l ASK-Biennale, Genf

                     l Eidgenössischer Wettbewerb für Gestaltung, Kornhaus, Bern

1994            l «Keramik im Schloss», Schloss Bechburg, Oensingen

                     l «Preisträger des Eidgenössischen Wettbewerbs für Gestaltung 1993», Kornschütte, Luzern

                     l«Werkschau des Keramikforums Bern», Willisau

1995            l «Tea for two», Solothurn

                     l «Keramik im Schloss», Schloss Bechburg, Oensingen

                     l Eidgenössischer Wettbewerb für Gestaltung, Kornhaus, Bern

1996            l ASK-Biennale, Winterthur

                     l «Schweizer Keramik» Galerie Handwerk, München (D)

                     l «Schweizer Keramik» Galerie Marianne Heller, Sandhausen (D)

                     l «Werkbeiträge 96» Galerie Kunstforum Desinfarkt, Kirchberg

1997            l «Keramik im Schloss», Schloss Bechburg, Oensingen

1998            l «Keramik im Schloss», Schloss Bechburg, Oensingen

1999            l «Keramische und kulinarische Köstlichkeiten», Bad Heustrich

2000            l «Berne ceramics highlights», SMI, Zürich

2002            l «Objekt, Gefäss, Skulptur», 7 Schweizer Keramiker im Museum Hüfingen (D)

2003            l «Querbeet», Botanischer Garten, Bern

                     l«Werkschau des Keramikforums Bern», Willisau

Einzelausstellungen 

1991            l Galerie Atrium, Basel

                     l Galerie du Vieux Bourg, Denges

                     l Galerie K-13, Bodenheim bei Mainz (D)

1992            l Schachen Galerie, Oensingen

1994            l Galerie Leuenbrüggli, Langenthal

1997            l Keramikmuseum Eckernförde (D)

2003            l Galerie im roten Haus, Lenzkirch (D)

Auszeichnungen

1988            Werkbeitrag des Kantons Bern

1993            Preisträger am 1. CH-Keramikwettbewerb Solothurn «Das Gedeck»

1993            Preisträger am Eidgenössischen Wettbewerb für Gestaltung 93

1996            Werkbeitrag des Kantons Bern

Ankäufe,Sammlungen

                     Handelskammer Koblenz (D)

                     Kunstkommission der Gemeinde Langenthal

                     Sammlung des Museums Eckernförde (D)

                     Privatsammlungen Schweiz, Frankreich, Deutschland